„Brückenschlag in die Zukunft“

Bundeskanzlerin spricht beim Jahresempfang des BdV

70 Jahre Bundesrepublik Deutschland und der gelungene Aufbau eines freiheitlichen und friedlichen Europa – dies sei gerade auch wegen der deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler eine Erfolgsgeschichte, erklärte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel MdB in ihrer diesjährigen Ansprache beim Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen, der am 9. April 2019 im Tagungszentrum Katholische Akademie in Berlin stattfand. Die Vertriebenen hätten früh erkannt, dass „Europa als Friedensgemeinschaft die Antwort auf Krieg und all seine schrecklichen Folgeerscheinungen war und ist“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit dem Bundesvorsitzenden der LDU Joschi Ament

„Wer könnte besser als Sie davon erzählen, was wir an Europa haben?“, fragte die Bundeskanzlerin und lobte die verständigungspolitische Arbeit sowie den Einsatz für die Anliegen der deutschen Minderheiten in den Nachbarländern, woraus immer wieder der Brückenschlag in die Zukunft deutlich werde. Dies widerspiegle auch das aktuelle Jahresleitwort „Menschenrechte und Verständigung – Für Frieden in Europa“.

Im Gespräch: Horst Seehofer und Joschi Ament

Die Bundesregierung nehme die politische Verantwortung sehr ernst, die aus dem Schicksal der Vertriebenen und ihrem Selbstverständnis als Brückenbauer in Europa erwachse, betonte Merkel und ging kurz auf die finanzielle Förderung zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Kulturarbeit der Vertriebenen und Spätaussiedler ein. Diese biete eine Chance, das Kulturerbe der Deutschen im östlichen Europa und die Vertreibungen als „Teil einer europäischen Beziehungsgeschichte“ sichtbar werden zu lassen und darauf aufbauend den Blick in die Zukunft zu wenden. Dabei spiele auch die „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ mit dem geplanten Dokumentationszentrum im Berliner Deutschlandhaus eine wichtige Rolle, erklärte die Bundeskanzlerin und mahnte in der Fertigstellung zur Eile: „Es würde mich unendlich freuen, wenn wir endlich einmal einfach die Türen öffnen und Menschen hineinbringen könnten.“

Ungarns Botschafter in Berlin, Dr. Péter Györkös zusammen mit Joschi Ament

Insgesamt freute sich Merkel der vielen interessanten Anknüpfungspunkte wegen auf die weitere Zusammenarbeit zwischen der Bundesregierung und dem Bund der Vertriebenen und dankte den Vertriebenen und ihren Verbänden ausdrücklich für den geleisteten Einsatz.

(Text: Pressemitteilung BdV, Marc-P. Halatsch / Foto: G. Ledig – Banater Schwaben)

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