Sein Herz schlug immer für Elek

Gábor Ament bei den Feierlichkeiten zum Ungarischen Nationalfeiertag im August 2021 in Elek

Gábor Ament

Er war einer der letzten großen Zeitzeugen in Elek. Seit 2018 war er sogar der älteste Bürger seiner Geburtsgemeinde Elek. Die Rede ist von Gábor Ament, der 11. Februar 2022 im Alter von 98 Jahren in der Táncsics ucta 12 in Elek für immer die Augen geschlossen hat.

Geboren wurde Gábor Ament am 11. Dezember 1923 in Elek als zweites Kind der Eheleute Anton Ament und Anna Strifler. Er wuchs in Elek auf und verbrachte dort eine glückliche Kindheit und Jugend. Das zweigeschossige Gebäude in der Stephansgasse, das bis zuletzt als Schulgebäude der landwirtschaftlichen Fachmittelschule genutzt wurde, war sein Eltern- und Großelternhaus.

Die Ereignisse von Flucht, Deportation und Vertreibung sowie die staatlich angeordneten Enteignungsmaßnahmen traf auch die Familie Ament sehr hart. Während der eine Teil der Familie nach Deutschland vertrieben wurde, konnte der andere Teil der Familie in Elek bleiben; so auch die Eltern von Gábor Ament, die sich nach den Wirren des Krieges in Elek eine neue bescheidene Existenz aufbauen konnten.

Auch „Gabibácsi“ – wie er liebevoll in Elek genannt wurde – gründete 1948 zusammen mit seiner Frau Kornelia geb. Jäger eine eigene Familie. Auf drei Töchter, vier Enkelkinder und zahlreiche Urenkelkinder konnten „Gabibácsi“ und „Nellinéni“ stolz sein.

Nach einem erfüllten beruflichen Leben widmete sich Gábor Ament ab 1990 der Kommunalpolitik. Nach dem Regimewechsel war er für eine Legislaturperiode Mitglied des ersten frei gewählten Gemeinderates von Elek und übernahm in dieser schwierigen politischen Phase der Kommune sogar für ein halbes Jahr das Amt des Bürgermeisters.

Gábor Ament war aber auch darüber hinaus über viele Jahre und Jahrzehnte ehrenamtlich in Elek aktiv, sei es in der Kirchengemeinde oder im Eleker Tischtennisverein.

Als Anerkennung für seine großen Verdienste für seine Heimatgemeinde Elek wurde er 2001 mit der Eleker Verdienstmedaille – der höchsten Auszeichnung, die die Stadt Elek verleiht – ausgezeichnet. Bis zuletzt nahm er aktiv am kirchlichen und gesellschaftlichen Leben seiner Gemeinde teil.

Jetzt hat sein großes Herz aufgehört zu schlagen. Unter großer Anteilnahme der Gemeinde wurde er auf dem Eleker Friedhof neben seiner bereits 2012 verstorbenen Ehefrau beigesetzt.

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