„100 Joar a Eleker“

Ältestes Mitglied des Kulturkreises feierte 100. Geburtstag

Bis vor Corona sah man sie regelmäßig mit ihrem Elektromobil durch Laudenbachs Herdichsgartenstraße fahren. Das ist jetzt ein bisschen seltener geworden. Nichtsdestotrotz erfreute sich unsere Jubilarin bei guter Gesundheit anlässlich ihres außergewöhnlichen Geburtstags.

100 Jahre wurde sie alt. Die Rede ist von Eva Janosi geborene Durst, die kurz vor Weihnachten ihren runden Geburtstag feiern konnte. Geboren wurde Frau Janosi in Elek, am 21. Dezember 1921. Die meiste Zeit ihres Lebens verbrachte sie aber in Laudenbach. Dort lebt sie seit 1949 und ist damit eine echte Laudenbacherin geworden. Dass ihr Herz aber immer noch für ihre Geburtsgemeinde Elek schlägt, zeigt ihre Treue zum Eleker Kulturkreis. Noch zuletzt besuchte sich regelmäßig die Veranstaltungen der Eleker in Laudenbach.

Eva Janosi kann auf ein bewegendes Leben zurückschauen, das vor allem durch die schicksalshaften Ereignisse der Verschleppung und der Vertreibung gezeichnet war. Ein Schicksal, das den Elekern tausendfach widerfahren war.

Im Alter von 23 Jahren wurde Eva Janosi zusammen mit etwa 1.000 Eleker Männern und Frauen im Januar 1945 zur Zwangsarbeit nach Russland verschleppt. Die beiden Töchter Rosel und Magdalena musste sie mit zwei bzw. vier Jahren in Elek zurücklassen.

Nach vier entbehrungsreichen Jahren in Russland gelang es Eva Janosi, sich nach Deutschland durchzuschlagen und zu ihren beiden Kindern zu kommen. Diese waren bereits 1946 durch die Vertreibung der Eleker nach Deutschland und später nach Laudenbach gekommen.

Hier in Laudenbach musste sich Eva Janosi als Kriegswitwe – ihr Mann Adam Janosi gilt in Wirren des Zweiten Weltkrieges seit 1945 als vermisst – ein neues Leben aufbauen.

Sie meisterte die Herausforderungen des Lebens in eindrucksvoller Manier. Sie war berufstätig, zog die beiden Töchter groß und konnte sich und der Familie sogar ein eigenes Haus bauen. Heute gehören zur Familie zwei Enkel und drei erwachsene Urenkel.

Seitens unseres Kulturkreises überbrachten die stellvertretende Vorsitzende Susanne Mauriello und Beirätin Franciska Stein die besten Glückwünsche der Eleker Gemeinschaft in Laudenbach. „Wir gratulieren Eva Janosi recht herzlich und wünschen ihr weiterhin Glück, Gesundheit und Gottes reichhaltigen Segen!“

„Die Freude unter den Kindern war riesengroß“

Kleine Aufmerksamkeiten des Kulturkreises Elek an die Kleinsten

„Wenn Joschibácsi in den Kindergarten kommt, freuen sich unsere Kinder“, so die Leiterin des deutschen Nationalitätenkindergartens in Elek. Und tatsächlich: auch „Onkel Joschi“ fühlte sich sichtlich wohl beim Spielen mit den großen Feuerwehrautos und der Polizeistation, die er aus Deutschland mitgebracht hatte.

„Herzlich Willkommen im Weinort Laudenbach“

Auch die Bergstraßengemeinde grüßt seine Partnerstädte

„Wir freuen uns, dass nun auch wir unsere Freunde aus unseren Partnerstädten mit einer aktuellen Tafel am Ortseingang begrüßen können“, so war es aus der Runde der Mitglieder des Partnerschaftsausschusses Elek in Laudenbach zu hören.

„Die Entwürfe waren schon lange fertig“, wie der Kulturkreis-Chef Joschi Ament verriet, „diese habe ich schon vor einer ganzen Weile mit Bürgermeister Köpfle besprochen.“

Jetzt war es dann endlich soweit, und so heißt nun auch die Bergstraßengemeinde die Menschen ihrer neuen Partnerstadt ganz offiziell willkommen. Damit schließt sich ein symbolischer Kreis der Bemühungen des Kulturkreises Elek, der sich seit Jahren für einen freundschaftlichen Kontakt zwischen den beiden Kommunen Elek und Laudenbach einsetzt.

„Maria Heimsuchung, bete für uns“

Spendenaufruf zur äußeren Renovierung der Eleker Kirche

Die Pfarrgemeinde Elek ruft zur äußeren Renovierung der Eleker Kirche auf. Anlässlich dieses Aufrufes verfasste Eleks Pfarrer Fazakas Gustav das folgende Statement:

„Was unsere Vorfahren und Ahnen in Elek vor 225 Jahren am 3. Juli 1796 taten, machten sie aus einem lebendigen Glauben und der Motivation heraus, nicht auf den endlichen Wert der vergänglichen Güter zu bauen, sondern auf die unendlichen ewigen Werte.

Im Jahre 1796, als der Grundstein der heutigen prächtigen Kirche in der Größe eines Doms von den Vorfahren in Elek, von den Deutschen fränkischer Herkunft und der kleinen ungarischen Gemeinde hier, aus ihrem lebendigen katholischen Glauben heraus gelegt wurde, stand hier eine kleine Kirche, eine kleine Kapelle, die ebenfalls vom Schutzherr dieser Kirche zwischen 1730 und 1734 gebaut wurde. Die Kirche war ein Wunderwerk der Baukunst. Beim Bau der Kirche wurde die kleine Kapelle nicht abgerissen, sondern vier Jahre lang wurde in ihr gebetet und der auferstandene und verherrlichte Herr und seine Gegenwart im heiligsten Altarsakrament verehrt.

Am 27. September 1800 wurde das Kreuz auf die Spitze des Kirchturms gesetzt und die große Kirche geweiht. Danach wurde die kleine Kapelle abgerissen und einige ihrer Mauern wurden in die Mauern der großen Kirche eingebaut, so dass eine ewige Erinnerung an die kleine Kapelle zurückblieb.

Im Jahre 1904 wurde das Querschiff der Kirche fertiggestellt und die Kirche erhielt die endgültige Form, die wir heute sehen. Die Kirche wurde 1934 von unserem ersten Bischof nach Trianon, Dr. Gyula Glattfelder, Bischof von Csanád, eingeweiht.

Diese 225 Jahre bedeuten eine große Gnade! Es ist aber nur ein flüchtiger Augenblick in der Ewigkeit, in der Ewigkeit der Zeit. Und doch, wie wunderbar ist Gott, dass er diesen flüchtigen Augenblick immer zu unserer Segnung benutzt, damit seine Herrlichkeit in der Tat unsere Herrlichkeit durch Christus in Christus ist, unsere Herrlichkeit in unserer Person, unsere Herrlichkeit in Christus und damit unsere ewige Erlösung.“

Am 3. Juli 2021, dem 225. Jahrestag der Grundsteinlegung der Kirche, startete die Pfarrei Maria Heimsuchung eine gezielte Spendenaktion für die Außenrenovierung der Kirche. Die Spendenaktion endet am 27. September 2024. Der Beginn und das Ende der Sammlung fallen mit dem Bau der Kirche zusammen, um die aufopfernde Arbeit der Vorfahren zu würdigen.

Die Kirchengemeinde nimmt Spenden auf das folgende Konto entgegen: Sarlós Boldogasszony Plébánia OTP Bank 11733113-20005337 „Adomány a templom felújítására” (=Spende für die Renovierung der Kirche).

IBAN    HU16   1173 3113 2000 5337 0000 0000

BIC        OTPVHUHB

„Volkstrauertag in Laudenbach“

Vorstand des Kulturkreises Elek gedenkt in Laudenbach

„Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker. Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.“ So lauten die ersten Zeilen des Totengedenkens, wie es Bundespräsident Theodor Heuss 1952 anlässlich des Volkstrauertages eingeführt hatte.

Etwas zeitgemäßer, aber dennoch mit den Erinnerungen an die Opfer von Krieg, Gewalt, Flucht und Vertreibung formulierten es Laudenbachs Bürgermeister Benjamin Köpfle und Pfarrerin Birgit Risch in ihren Gedenkansprachen anlässlich des Volkstrauertages in Laudenbach.

Auch eine große Abordnung des Kulturkreises Elek nahm in diesem Jahr an der Gedenkstunde am Ehrenmal neben dem Laudenbacher Rathaus teil und gedachte ihren Opfern von Krieg und Gewalt.

„Mit der Sehnsucht seiner Familie nach ihrer alten Heimat ist er groß geworden“

Höchste Auszeichnung des LDU-Landesverbandes Baden-Württemberg an Joschi Ament

Im Rahmen der diesjährigen Kulturtagung der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn verlieh der Landesverband Baden-Württemberg seinem Landesvorsitzenden Joschi Ament das Ehrenzeichen in Gold.

Präsidiumsmitglied Alfred Freistädter zitierte in seiner Laudatio Joschi Ament, der einmal über sich sagte: „Mit der Sehnsucht meiner Familie nach ihrer alten Heimat bin ich groß geworden“.

Ahnen- und Familienforschung, die Suche nach historischen Wahrheiten zu den Themen Deportation und Vertreibung seien nicht nur Hobby sondern Begeisterung, Leidenschaft und wohl seine Lebensaufgabe, so Freistädter weiter. Im Engagement zu und mit seiner Familiengeschichte und zu „seinen Elekern“, die er zwischenzeitlich seit fast 20 Jahren als Vorsitzender der Heimatortsgemeinschaft Elek anführt, fand Joschi Ament seine Berufung zu den Ungarndeutschen insgesamt.

So wirkt er seit 2006 als Mitglied im Bundesvorstand der LDU mit und ist seit 2017 Bundesvorsitzender der LDU Deutschland.

In der LDU Baden-Württemberg ist Joschi Ament seit 2004 Mitglied, seit 2007 stellvertretender Landesvorsitzender, Bundesdelegierter und Mitglied des Patenschaftsrates der Stadt Gerlingen und seit 2018 Landesvorsitzender.

Die Wahl Joschi Aments sei ein Weckruf für die LDU gewesen, so Freistädter. Ament hätte seit 2017 die Kontakte in alle Richtungen wiederbelebt: zur Landesregierung, zu den Ministerien, zu den anderen Landsmannschaften, zum BdV, zu den Vertretern Ungarns und zum ungarischen Kulturinstitut in Stuttgart. „Er intensivierte Kontakte zu wissenschaftlichen Instituten und Historikern, die es ermöglichen, die Geschichte der Ungarndeutschen im richtigen Licht der Öffentlichkeit zu präsentieren. Er vertritt unseren Landesverband im Forum der Landsmannschaften des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen, im Stiftungsrat des Donauschwäbischen Zentralmuseums in Ulm, im Stiftungsrat der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg in Stuttgart sowie als Mitglied der Jury zur Verleihung des Donauschwäbischen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg. Die LDU wird wieder gesehen!“ so die lobenden Worte des Laudators.

Und noch eine ganz wichtige Sache hätte Joschi Ament aufgegriffen und aufleben lassen: Den Kontakt zur Schwesterorganisation in Ungarn, der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen. Viele Treffen Gespräche hätten seither stattgefunden.

„Wir sind ihm sehr dankbar, dass er wieder die Wahrnehmbarkeit der LDU im In- und Ausland erreicht hat“, so Freistädter.

Joschi Ament sei ein Brückenbauer als Initiator zweier Städtepartnerschaften (Elek und Gerolzhofen in Bayern sowie Elek und Laudenbach in Baden-Württemberg) zwischen den Deutschen in Ungarn und den Ungarndeutschen in Deutschland – zwischen politisch Verantwortlichen hier und in Ungarn und zwischen der Erlebnis- und „seiner“ Bekenntnisgeneration, so Freistädter abschließend.

Freistädters Dank galt aber auch der Gattin des Geehrten für den familiären Rückhalt, den dieses Ehrenamt mit sich bringe: „Liebe Rita, als Ehefrau und Mutter eurer zwei Söhne musst du, so fürchte ich, seit den Amtsübernahmen von Joschi als LDU-Vorsitzender in Land und Bund auf viele Stunden und Tage seiner Zeit verzichten. Dafür sind wir, ist die LDU, dir zu großem Dank verpflichtet. Wettmachen können wir das nicht wirklich, aber symbolisch mit einem Blumenstrauß „Danke“ sagen und die Bitte äußern: Steh deinem Joschi weiterhin so tatkräftig zur Seite.“

v.l.n.r.: Landesgeschäftsführer Erich Gscheidle, Rita Ament, Joschi Ament,
Laudator und Präsidiumsmitglied der LDU Alfred Freistädter

Urkunde und Ehrennadel überreichten sodann Laudator Alfred Freistädter und Landesgeschäftsführer Erich Gscheidle.

„Stille Tage in Elek“

Gedanken zu Allerheiligen

„Stille Tage, die Gräber herbstlich geschmückt,

der Verstorbenen in Liebe gedenken,

Kerzen anzünden,

im Gebet versinken“

(Waltraud Dechantsreiter)

Allerheiligen ist ein christliches Fest, an dem aller Heiligen gedacht wird, der „verherrlichten Glieder der Kirche, die schon zur Vollendung gelangt sind“, der bekannten wie der unbekannten. Das Fest wird auch in Ungarn am 1. November begangen.

Bereits am Vortag zu Allerheiligen waren die Gräber auf dem großen römisch-katholischen Friedhof in Elek geputzt und aufgeräumt. Überall auf den Gräbern lagen frische Blumengebinde, Kränzen, oder sonstige kleine Aufmerksamkeiten, die eine Brücke vom Diesseits in Jenseits aufzeigen sollten, um daran zu erinnern, dass uns unsere Toten wichtig sind.

Am Abend des Allerheiligen selbst erleuchtete der Eleker Friedhof in einem Meer von Kerzen und strahlte damit eine ungemein sentimentale Stimmung auf die Besucher aus.

Auch ich brannte an diesem 1. November eine Kerze am Grab meiner Ur-Ur-Großeltern an, die bereits 100 Jahre auf dem Eleker Friedhof ruhen.

„Herzlich willkommen in unserer Stadt“

Elek grüßt seine Partnerstädte

„Wir pflegen Freundschaften nach Osten und Westen“, so Eleks Bürgermeister György Szelezsán, als Anfang Oktober die neuen Hinweisschilder am Ortseingang seiner Stadt aufgestellt wurden. Gleich fünf Städtepartnerschaften pflegt die Kleinstadt Elek. Drei davon liegen in Rumänien; zwei Städtepartnerschaften hat die Stadt Elek mit deutschen Kommunen geschlossen. Darauf ist Szelezsán besonders stolz

Hierzu informierte der Vorsitzende des Kulturkreises Elek, Joschi Ament, wie folgt: „2008 wurde nach einem bereits 25 Jahre bestehenden Freundschaftsvertrag ein offizieller Städtepartnerschaftsvertrag zwischen Elek und Gerolzhofen unterzeichnet. Dabei ist besonders zu erwähnen, dass die Beziehungen zwischen Gerolzhofen und Elek von historischer Bedeutung sind, denn die Besiedlung von Elek im Jahre 1724 erfolgte mehrheitlich von Bauern und Handwerkern, die aus Gerolzhofen oder aus den umliegenden Gemeinden nach Ungarn ausgewandert sind. Jeder Eleker hat dem Grunde nach damit familiäre Wurzeln in Gerolzhofen.

„Auf die Partnerschaft mit Laudenbach, die 2018 besiegelt werden konnte, sind wir ganz besonders stolz“, ergänzt Susanne Mauriello, Zweite Vorsitzende des Eleker Kulturkreises und gleichzeitig Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses Elek-Laudenbach, „denn damit konnten wir die Brücke zu den Verbindungen in die Neuzeit bauen.“ Bekanntlich fanden viele heimatvertriebene Eleker nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Laudenbach eine neue Heimat.

„Wir wollen hoffen, dass wir im kommenden Sommer anlässlich des geplanten Weltfreundschaftstreffens am ersten August-Wochenende 2022 schöne Erinnerungsfotos von der Tafel und der Heimat unserer Vorfahren machen können“, so das abschließende Statement des Führungsduos des Kulturkreises.

„Hochrangiges Treffen in Elek“

Ungarndeutscher Parlamentsabgeordneter Emmerich Ritter zu Gast in Elek

Elek ist eine Kleinstadt im Komitat Békés und liegt heute unmittelbar an der Grenze zu Rumänien. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war Elek eine von mehrheitlich Ungarndeutschen bewohnte Großgemeinde, die weit außerhalb der ungarndeutschen Zentren im Großraum Budapest oder Fünfkirchen/Pécs liegt.

Dabei ist eher unbekannt, dass nach offiziellen Angaben des Ungarischen Zentralamtes für Statistik die Großgemeinde Elek durch die Vertreibung der Deutschen aus Ungarn nach Budaörs die zweitmeisten Vertreibungsopfer zu beklagen hatte. Nicht umsonst steht im Zentrum der Stadt heute eine Gedenkstätte mit landesweiter Bedeutung, die an alle ungarndeutschen Heimatvertriebenen erinnert.

„Ein Treffen – diesmal in meiner Herzensheimat“, so das kurze Statement von Joschi Ament, dessen Familie am Ende des Zweiten Weltkrieges aus Elek vertrieben wurde.

Dem vorausgegangen war die gemeinsame Einladung des Bundesvorsitzenden in Abstimmung mit der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung sowie dem Bürgermeister und dem Pfarrer von Elek. Die Herren konnten neben Emmerich Ritter auch Dr. József Kovács, Abgeordneter für das Komitat Békés im Ungarischen Parlament – und somit gleich zwei ranghohe parlamentarische Vertreter – in Elek begrüßen.

Anlässlich eines offiziellen Empfangs im Eleker Rathaus konnten sich die beiden Parlaments-abgeordneten einen aktuellen Überblick über die kommulen und kirchlichen Aktivitäten der Stadt verschaffen.

Den Nachmittag nutzte der Abgeordnete der Ungarndeutschen, um die neu konzipierte Dauerausstellung im Vereinhaus der Eleker Deutschen zu besichtigen und sich über das Vereinsleben der Eleker Deutschen zu informieren. Auch das stille Gedenken an der Landesgedenkstätte zur Erinnerung an die Vertreibung der Deutschen aus Ungarn stand im Mittelpunkt des Nachmittagsprogramms.

„Für die Zukunft der Ungarndeutschen und der Deutschen aus Ungarn“

LdU-Vorsitzende Ibolya Hock-Englender empfängt LDU-Vorsitzenden Joschi Ament in Ungarn

„Die pandemische Lage ist zwar immer noch nicht ganz überwunden, es war aber jetzt an der Zeit, persönlich – und nicht nur über das Telefon und den Computerbildschirm – über die anstehenden Themen zwischen LdU in Ungarn und LDU in Deutschland zu reden“, so der bundesdeutsche Vorsitzende, der der Einladung seiner ungarndeutschen Kollegin erneut gefolgt war, um sich mit ihr zu einer Arbeitssitzung zu treffen.

„Trotz der strukturellen Unterschiede unserer Organisationen gibt es zahlreiche Programme und Ziele, die wir nur gemeinsam und in enger Abstimmung untereinander erreichen können“, fügt die Vorsitzende der in Ungarn tätigen LdU hinzu.

„Deshalb sind solche persönliche Treffen zum Austausch unserer Gedanken für unsere gemeinsamen Aktivitäten auch weiterhin unerlässlich“, rundet Ament ab.

Eine umfangreiche Agenda war zusammengestellt: von Gedenkfeierlichkeiten über gemeinsame Initiativen zur Stärkung der ungarndeutschen Identität bis hin zum Austausch von Jugendlichen mit ungarndeutschem Hintergrund standen auf der Tagesordnung.

Besondere Aufmerksamkeit schenkten die beiden Vorsitzenden der vorgesehenen Tagung der LDU am 16. Oktober 2021 in Gerlingen. „Wir wollen an diesem Tag die im Jahr 2000 geschlossene Vereinbarung zwischen unseren Organisationen erneuern, denn es geht um unsere Zukunft, die gemeinsame Zukunft der Ungarndeutschen und der Deutschen aus Ungarn. Das ist für uns beide ein wichtiges Anliegen“, so das gemeinsame Statement.