„Die Eleker sind die Größten“

Ausfahrt der Eleker und Almáskamaráser zum Bundesschwabenball nach Gerlingen

Bereits zum 15. Mal organisierten die Verantwortlichen vom Kulturkreis Elek eine Busausfahrt zum Bundesschwabenball nach Gerlingen.

in der Bildmitte:
Joschi Ament zusammen mit dem Ehrengast Dr. Péter Györkös, ungarischer Botschafter

Wieder einmal waren es über 40 Anhänger der Eleker und Almáskamaráser Kultur, die sich und ihre Trachten anlässlich der größten Veranstaltung der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn zeigen und sehen lassen wollten.

So stellten die Eleker mit fast 20 Trachtenträgern in diesem Jahr erstmals die größte Gruppe einer ungarndeutschen Heimatortsgemeinschaft.

Wunderschön komplettiert wurde das Bild der Trachtenträger durch weitere 25 Tänzerinnen und Tänzern der Gruppe Szarkalábak aus Tata und knapp 30 Sängerinnen und Sängern aus Dunaszentmiklós.

Den feierlichen Einzug in eine sehr gut besuchte Stadthalle mit über 500 Gästen aus Nah und Fern führten sodann die Eleker an.

Dabei war an vorderster Spitze der kleine Jan Ament mit gerade einmal neun Jahren, der den gesamten langen Zug mit insgesamt rund 150 Trachtenträgern zu den Klängen des Prinz-Eugen-Marsches gekonnt durch den Saal bis zur Bühne leitete.

Auf der Bühne wurden dann alle Trachten mit ihren jeweiligen Besonderheiten dem breiten Publikum vorgestellt.

Nach der Begrüßung durch den Gerlinger Bürgermeister Georg Brenner, eröffnete der Bundesvorsitzende Joschi Ament sodann den 62. Bundesschwabenball.

Es folgte ein attraktives und äußerst kurzweiliges Kulturprogramm, das sich mit den Grußworten des ungarischen Botschafters in Berlin Dr. Péter Györkös und des Tataer Bürgermeisters József Michl abwechselte.

Nach der Verleihung des Rosmarinstraußes an die Tanzgruppe Szarkalábak war die Tanzfläche frei, sodass die zahlreichen Gäste ausreichend Gelegenheit hatten, das Tanzbein zu schwingen.

Die Gruppe des Kulturkreises trat nach einem wunderbaren und harmonischen Abend rechtzeitig die Heimreise in das über 150 km entfernte Laudenbach an und beendete die Ausfahrt zum diesjährigen Schwabenball weit nach Mitternacht.

„Wir kommen wieder!“, war die einhellige Meinung der Eleker und Almáskamaráser.

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Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf all deinen Wegen

Josef Schneider  

„Die Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, die Gemeinschaft der Eleker in Deutschland, der Verein der Deutschen in Elek, aber auch die Stadt Elek und die Stadt Gerlingen haben einen jener Vorkämpfer des „Brückenbaus nach Ungarn“ verloren, der sich mit Rat und Tat dafür einsetzte“, so der Bundesvorsitzende Joschi Ament in einem Nachruf.

Josef Schneider
1923 – 2017

Josef Schneider starb am 26. April 2017 im Alter von 93 Jahren in Crailsheim.

Am 28. Dezember 1923 wurde Josef Schneider in Elek geboren und verbrachte dort Kindheit und Jugend.

Der Kriegsausbruch, Anfang September 1939, und die Sperrung der Staatsgrenzen verhinderten die Aufnahme eines geplanten Studiums in München.

1944 war für Josef Schneider ein Schicksalsjahr. Im Mai 1944 erwarb er in Budapest noch das Volksschullehrer-Diplom und kehrte so nach Elek zurück, bevor er Anfang September 1944 kurz zur Wehrmacht eingezogen wurde und am 24. September 1944 Elek mit dem großen Flüchtlingstreck nach Nußdorf am Attersee/Österreich flüchtete.

Nach weiteren Kriegswirren gelangte Josef Schneider schließlich nach Mondsee, von wo er 1952 nach Deutschland nach Stetten im Remstal übersiedelte. Dort lernte er die aus Hatzfeld stammende Lehrerin Maja Kusen kennen, die er noch 1952 heiratete. Drei Kinder gingen aus der Ehe hervor.

Durch die Übernahme eines Reinigungsbetriebes kam die Familie 1958 nach Crailsheim. Als Gesellschafter und Geschäftsführer war Josef Schneider in dieser Branche über viele Jahre selbständig tätig.

Josef Schneiders landsmannschaftliches Engagement in Deutschland reichte zurück bis ins Jahr 1952. Ab 1971 war er ständiges Mitglied des erweiterten Vorstandes der ungarndeutschen Landsmannschaft in Baden-Württemberg und von 1994 bis 2004 stellvertretender Landesvorsitzender der LDU in Baden-Württemberg. Seit 2007 war er dort Ehrenmitglied.

Josef Schneider war 1976 Gründungsmitglied des Eleker Heimatkomitees in Deutschland und dort bis 2005 ständiges Mitglied der Vorstandschaft in unterschiedlichen Funktionen.

Obwohl Josef Schneider die Tatsache der Vertreibung und die Aufarbeitung dieses Unrechtes große Probleme bereitete, beschäftigte er sich ständig mit dem Schicksal des einstigen Heimatlandes und der dort verbliebenden Deutschen.

Ab 1966 besuchte Schneider regelmäßig seine Heimatgemeinde Elek und entwickelte intensive Beziehungen zu Land und Leuten.

1987 war er an der Konzipierung und Entstehung eines Dokumentarfilmes des Bayerischen Rundfunks über Elek beteiligt. 1989 führte er als Sprecher des Eleker Heimatkomitees die damals noch schwierigen Verhandlungen über das Zustandekommen des Ersten Eleker Weltfreundschaftstreffens im Jahre 1990.

Mit Schneiders tatkräftiger Unterstützung erfolgte 1992 die Gründung des „Vereins der Deutschen in Elek“, dessen Mitglied er bis zuletzt war.

Die Pflege der deutschen Sprache in Ungarn lag Schneider besonders am Herzen. Aufgrund seiner guten Kontakte gelang es ihm, in der Zeit von 1992 bis 1995 insgesamt 12 Intensiv-Sprachseminare durchzuführen und dabei 249 Pädagogen die deutsche Sprache nachhaltig zu vermitteln.

Aber auch mit dem Erhalt von zahlreichen Kulturdenkmälern in Elek beschäftigte sich Schneider sehr intensiv.

Bereits 1986 führte er eine erste Spendenaktion durch. So konnten die im Westen lebenden Eleker bei der Renovierung der stark baufälligen Kirche in Elek mithelfen und diese vor dem Verfall bewahren.

Dank eines von ihm selbst entwickelten chemisch-physikalischen Verfahrens und des persönlichen Einsatzes konnten auch die schönen Reliefs der 14 aus Kupferblech gefertigten Kreuzwegstationen auf dem Eleker Friedhof gereinigt und restauriert werden.

Eine weitere Spendenaktion und eine zweijährige intensive Recherche nach den Kriegsopfern des Zweiten Weltkrieges ermöglichten, dass sich heute die Namen der 472 Kriegsoper auf dem Eleker Ehrenmal für Gefallene und Vermisste befinden. „Ich wollte den Gefallenen und Vermissten Platz geben, damit man an sie denken kann“ sagte Schneider einmal dazu.

Der Grabkreuzgarten, der im Jahre 2000 eingeweiht wurde, ist ebenfalls seinem Engagement zu verdanken.

Im Jahr 2001 wurde in Elek ein aussagestarkes Landesvertriebenendenkmal eingeweiht. Josef Schneider konnte hier nicht nur auf das Spendenaufkommen stolz sein, sondern auch auf die Tatsache, dass dieses Denkmal dank der von ihm mit dem Bürgermeisteramt beharrlich geführten Verhandlungen nicht ein Aussiedlungsdenkmal, sondern eben ein Vertriebenendenkmal geworden ist.

Für seine großen Verdienste um die ungarndeutsche Landsmannschaft und seine Geburtsgemeinde Elek wurde Josef Schneider mehrfach ausgezeichnet.

Er war Träger der Ehrennadel der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn in Silber und Gold. Letztere ist ihm 2001 verliehen worden.

Ebenso wurde Josef Schneider seitens der Bundeslandsmannschaft der Deutschen aus Ungarn mit der Jakob-Bleyer-Medaille in Silber geehrt.

1996 wurde er mit der goldenen Ehrennadel der Stadt Leimen für seine Verdienste um die Eleker Gemeinschaft in Deutschland ausgezeichnet.

Bereits 1994 wurde ihm vom damaligen Eleker Bürgermeister die Verdienstmedaille „Elekért“ verliehen, eine Auszeichnung, die mit der Ehrenbürgerschaft vergleichbar ist.

In den vergangenen Jahren ist es um Josef Schneider etwas ruhiger geworden. Die Entfernungen von Crailsheim in die Hochburgen der Eleker nach Laudenbach oder Leimen mit mehr als 150 km waren doch zu groß, um am regen Kulturleben der Eleker teilzunehmen. Das Telefon wurde zum ständigen Begleiter und Medium, um sich über die aktuellen Ereignisse seiner Heimatgemeinde oder des Kulturkreises zu informieren.

Sein großer – wohl innigster Wunsch – nämlich die Fertigstellung der inneren Renovierung seiner Heimatkirche in Elek – konnte er zuletzt noch freudig zur Kenntnis nehmen. So konnte er fünf Tage vor seinem Tod die aktuellsten Bilder noch anschauen und diese Impressionen mit auf seine Reise in den Himmel mitnehmen.

Die Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn und Gemeinschaft der Eleker in Deutschland verliert mit Josef Schneider einen ihrer bedeutendsten Persönlichkeiten der Nachkriegsgeschichte und damit einen der letzten ganz großen Brückenbauer dieser so genannten Zeitzeugengeneration.

 

Joschi Ament, Bundesvorsitzender

 

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Die Deutschen werden weggebracht

„Die Deutschen werden weggebracht…” – Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Ungarndeutschen zu Sündenböcken, und viele von ihnen wurden in sowjetische Arbeitslager, zur sogenannten „malenkaja Rabota”, „kleinen Arbeit” verschleppt.

In vorliegenden Buch werden sieben Erlebnisberichte von Eleker Überlebenden der Zwangsarbeit in der Ukraine vorgestellt.

Fünf Berichte sind nach den Regeln der „oral history” aufgenommene Interviews, zwei sind geschriebene Erinnerungen, von denen der letzte Text als ein im Arbeitslager geführtes Tagebuch eine wahre Besonderheit darstellt.

Die Stadt Elek liegt im südöstlichen Ungarn, und war von 1724 bis 1946 eine überwiegend von Deutschen bewohnte Ortschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zuerst etwa 1000 deutschstämmige Einwohner in das ukrainische KriwoiRog zur Zwangsarbeit verschleppt, und später die Mehrheit der Eleker nach Deutschland vertrieben.

 

Die Autorin des Buches, Frau Éva G. Fabulya, ist im Jahre 1947 in Elek geboren und verbrachte ihre Kindheit im Ort. Sie studierte Kulturmanagement und Pädagogik und war eine Zeit lang Präsidiumsmitglied des Ungarischen Landesvereins für Heimatkunde. Sie war auch Direktorin eines Kulturhauses sowie Fachreferentin für Literatur, Dramapädagogik und Theaterspiel. Sie ist Autorin mehrerer Werke in Bezug zur Heimatkunde.

Zum Thema der ukrainischen Zwangsarbeit der Eleker Deutschen kam sie durch die Anregung einer ehemaligen Eleker Schulfreundin. Die Autorin nahm fünf Interviews mit den Überlebenden sowie zwei geschriebene Erlebnisberichte in das Buch auf.

 

Der Herausgeber des Buches, Tamás Klemm (Jahrgang 1974), studierte Germanistik an der Universität Szeged. Er ist heute als Deutschlehrer und Dolmetscher in der südostungarischen Ortschaft Elek aktiv; gleichzeitig ist er Vorsitzender des Vereins der Deutschen in Elek. Er beschäftigt sich in seinem Blog elekfoto.com mit den Ereignissen und der Geschichte rund um die ehemals deutschsprachige Kleinstadt.

Als früherer Mitarbeiter eines ungarischen Wörterbuchverlages und selbst Nachfahre von Überlebenden der Zwangsarbeit, nimmt er nicht ganz zufällig an der Herausgabe dieses Buches teil.

 

Herstellung und Verlag: BoD – Books on Demand, Norderstedt.

ISBN: 9783743187535

Erhältlich im deutschen Buchhandel, Einzelpreis: 15,90 €

 

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„Tue Gutes und rede darüber“

Kulturkreis Elek unterstützt erneut den Kindergarten in Elek

Auch in diesem Jahr überbrachte der Vorsitzende des Kulturkreises Elek, Joschi Ament, rechtzeitig zum Osterfest den Kindern im Eleker Kindergarten eine kleine Aufmerksamkeit.

Eine honorige Sponsorin aus Laudenbach hatte symbolisch den Laudenbacher Osterhasen geschickt, um die Kleinsten in Elek eine Freude zu machen.

Neben den obligatorischen Schokoeiern brachte neues Sandkastenspielgerät die Kinderaugen zum Leuchten.

Eine kleine, aber sicherlich erwähnenswerte Geste der Eleker aus Laudenbach.

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„Mita in tr Fasta“ in Elek

Die diesjährige Mitte in der Fasta wurde am 22. März 2017 abgehalten. Von nah und fern sammelten sich die Gäste und Mitglieder des Vereins bereits gegen drei Uhr am Nachmittag im Leimen-Haus.

Das Brechen des Fastens zur Mitte war früher ein Brauch der jungen Männer im Dorfe, die an diesem Tage zuerst von Haus zu Haus zogen, die Mädchen zur Herausgabe von Eiern aufforderten, und danach an einem vorher festgelegten Ort ein gemütliches Beisammensein mit etwas Gesang, Musik, Wein und „Aareschmolts“, also Rührei, organisierten. Nach dem Fest zierte man den Dorfbrunnen mit einem Eierschalenkranz.

Diesen Brauch setzt der Verein der Deutschen in Elek jedes Jahr zur Mitte der Fastenzeit fort, wobei das Zieren des Dorfbrunnens mit Eierschalen auch heute noch ein Brauch in der fränkischen Urheimat der Eleker ist.

Nach dem Ausblasen der Eier wurden aus den Schalen die Kränze gemacht. Gegen 16.oo Uhr waren die damit beauftragten Damen des Vereins, Erzsébet Kocsis, Gabriella Nagy, Dorottya Ottlakán und Veronka Durst mit dem Kochen vom „Aareschmolts“ fertig.

Danach zog der Vereinsvorsitzende Tamás Klemm mit der Puza-Puppe und dem von den Vereinsdamen aufgetragenen Rührei in den Saal, um den traditionellen Spruch zu diesem Anlass vorzutragen, wie folgt:

Haind is mita in dr fasta,

Trecht mr ti putza ivrs wasr.

Ar raus, tr pfar is haus,

Schnitz raus, tr pitz is haus!

Huja kakali raus!

 

Unsr putza is kor oarich kreunk,

Wil a pisla araschmolz esa!

Wasrsupa is koar nit kuad,

Araschmolz is pesr,

 

Ist mr mid kawl und lefl.

Ti kawl had a ear,

Min lefl trwischt mr mear!

Huja kakali raus!“

Nach dieser Einleitung erzählte Tamás Klemm den Neulingen der Rituale die Geschichte des Brauches „Mitte in der Fasta“ sowie die Ereignisse in den 1930er Jahren, als die damalige Statue des Dorfbrunnens durch die feiernde Jugend versehentlich zerbrochen wurde.

Seitdem haben wir als Wiedergutmachung der damaligen „Täter“ statt der früheren Neptun-Figur das „Eleker Mädchen“ auf dem Brunnen.

Die Jugendtanzgruppe unter Leitung von Gabriella Nagy trug ein schönes Programm vor, während sich die Gäste bereits das leckere Essen verspeiste.

Nach dem Abendessen gingen alle Teilnehmer zur Statue und die Eierschalenkränze wurden der Mädchenfigur um den Hals gehängt.

Diese Aufgabe wurde diesmal vom Schüler und Mitglied der Tanzgruppe Tamás Zsóri übernommen.

Nach der Verzierung mit dem Kranz wurde noch ein Gruppenbild der anwesenden Freunde der Eleker Kultur aufgenommen. Danach ging man noch zurück in das nicht fern liegende Vereinshaus zu einem Gespräch. Gegen 19 Uhr verabschiedete man sich, und alle gingen mit schönen Erinnerungen an ein gelungenes Fest nach Hause.

Tamás Klemm

 

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Davon träumt jeder Vereinsvorstand

Jahreshauptversammlung bei den Elekern in Laudenbach

Davon träumt jeder Vereinsvorstand: 55 von derzeit 138 Mitgliedern des Kulturkreises Elek sowie die Gemeinderäte Angelika Nickel und Dr. Gerd Duddek waren am 18. März 2017 zur Hauptversammlung in das Georg-Bickel-Haus nach Laudenbach gekommen.

Es ist der Beweis für den beispielhaften Zusammenhalt der Ungarndeutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Denn längst hat die „Bekenntnisgeneration“, wie Vereinschef Joschi Ament die nach 1946 Geborenen im Unterschied zur „Erlebnisgeneration“ nennt, die Traditionen der Eltern und Großeltern aufgenommen und verstanden: Das deutsche Kulturgut darf nicht in Vergessenheit geraten.

Die Chancen stehen gut, denn die Mitgliederzahl steigt stetig. Inzwischen zählt der Kulturkreis erstmals die meisten Mitglieder aus der Bekenntnisgeneration und hat kürzlich sogar den Urenkel einer gebürtigen Elekerin begrüßt. „Das ist der Gradmesser unseres Erfolges innerhalb der ganzen Landsmannschaft“. Ament ist davon überzeugt, dass keine Heimatortsgemeinschaft der Deutschen aus Ungarn professioneller aufgestellt ist als der Kulturkreis Elek.

Die Begeisterung, in der „die Eleker“ mit ihrer ehemaligen Heimat verbunden sind, spiegelt sich wider in zahlreichen Veranstaltungen, die in der Führungsmannschaft von Vorstand und Beirat in intensivem Kontakt vorbereitet, geplant und ausgeführt werden. Aments ausdrücklicher Dank galt daher auch seinem „inneren Zirkel“ mit Vizechefin Monika Knust, Schriftführer Timo Helwig-Thome und Schatzmeisterin Franciska Stein, aber auch den Beiräten Emil Olah, Resi Dietrich, Andrea Hack, Norbert Olah, Francesco Mauriello und Franz Hack.

In einer wahren „Trachtenparade“ hatten die Eleker am Bundesschwabenball in Gerlingen teilgenommen, resümierte der Vorsitzende. Er erinnerte an den ergreifenden Kirchweihsonntag in St. Ilgen, darunter Teilnahme zahlreicher hochrangiger Vertreter des öffentlichen Lebens, der dem Gedenken der Familienangehörigen gewidmet war, die vor 70 Jahren „mit einem Federstrich“ Opfer der Vertreibung geworden waren.

Ehrung von Monika Knust

„Einen Kraftakt mit vielen schlaflosen Nächten“ hatten Ament und sein Team in der Vorbereitung zum Weltfreundschaftstreffen in Elek erlebt. Als „einen tollen Erfolg“ bilanzierte er diese mehrtägige Ausfahrt mit großem Programm und unvergesslichen Erlebnissen.

In der Zielgeraden des Jahres erlebten die Eleker und ihre Gäste das schmackhafte „Laudenbacher Speckbraten“ und die alljährliche Kulturtagung mit einem Referat von Prof. Dr. Michael Prosser-Schell und dessen Gattin vom Institut für Volkskunde der Deutschen im östlichen Europa.

Ehrung von Resi Dietrich

„Geschnitten, gehobelt und gekocht“ schilderte Ament das Mammutprogramm der Wurstzubereitung in Vorbereitung der Adventsfeier, in der die Eleker der Region in St. Ilgen das Jahr ausklingen ließen. Diese Veranstaltung, ebenso wie das Kirchweihfest – auch dies in St. Ilgen – hatte „federführend und vollumfänglich“ der Kulturkreis Elek aus Laudenbach ausgerichtet, betonte der Vorsitzende mit „klarem Signal“ an die beiden Eleker Standorte in der Region.

Auch wenn Ausflüge und Feste den Terminkalender der Eleker füllen, bleibt der Kontakt zur alten Heimat im zentralen Interesse der Verantwortlichen. So gebe es regelmäßige Treffen der gewählten Vertreter von Elek und Laudenbach, was inzwischen zur Verleihung der „Medaille für Elek“ an die Gemeinde Laudenbach geführt habe.

Ehrung von Franz Hack

Darüber hinaus sei die innere Renovierung der Kirche in Elek nun abgeschlossen. Damit würden Ressourcen frei, mit denen als sichtbares Zeichen der deutschen Kultur im Projekt „Alter Eleker Friedhof“ hundert uralte Grabkreuze restauriert werden sollen.

Ihm persönlich und Kassiererin Franciska Stein habe das Engagement für die Sache der Ungarndeutschen mehrere Auszeichnungen beschert, merkte Ament, der vor wenigen Tagen zum Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Ungarndeutschen gewählt wurde, bescheiden an.

Als befolge er eine Regieanweisung, kam Bürgermeister Hermann Lenz pünktlich zu den Vorstands-Neuwahlen, die gleichwohl von Alt-Bürgermeister-Stellvertreter Alois Nickel geleitet wurden. Zuvor hatte Franciska Stein der Versammlung einen gut ausgewogenen Haushalt präsentiert, was ihr und dem Gesamtvorstand nach der Empfehlung der Revisoren Sylvia Hack und Sandra Olah einstimmige Entlastung brachte.

Die Mitglieder bestätigten diese „Vorstandsqualität auf höchstem Niveau“, so Alois Nickel, mit der einstimmigen Wahl aller Kandidaten. Änderungen gab es in der Zusammensetzung des Beirats, vor allem aber in Person der Stellvertreterin: Monika Knust, zwölf Jahre als Vize an der Seite von Joschi Ament, rückt als Beirätin in die zweite Reihe. An ihre Stelle tritt Susanne Mauriello.

neu gewählter Vorstand und Beirat des Kulturkreises Elek

(Original: Peter Heid, Weinheimer Nachrichten)

 

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Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn wählt neuen Bundesvorstand

Auf seiner Delegiertenversammlung am 11. März 2017 in Ulm wählte die Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn einen neuen Bundesvorstand. Nachdem der bisherige Bundesvorsitzende Klaus J. Loderer nicht mehr kandidierte, wählten die Delegierten Joschi Ament einstimmig zum neuen Bundesvorsitzenden.

Dem neuen Präsidium gehören nunmehr an:

Joschi Ament, Bundesvorsitzender (Landesverband Baden-Württemberg)

Erich Gscheidle, Geschäftsführender Bundesvorsitzender (Landesverband Baden-Württemberg)

Georg Hodolitsch, Vorsitzender der Bundesdelegiertenversammlung (Landesverband Bayern)

v.l.n.r.: Georg Hodolitsch, Joschi Ament, Erich Gscheidle

Die neue Vorstandschaft steht für eine wahrnehmbare Erinnerungskultur und engagiert sich weiter für die Traditions- und Brauchtumspflege. Dabei geht es darum, dass die Geschichte und die Kultur der Deutschen aus Ungarn nicht in Vergessenheit gerät.

Als ersten Anlass der Traditionspflege sei der 62. Bundesschwabenball am 6. Mai 2017 in Gerlingen (Kreis Ludwigsburg) genannt.

der gesamte neugewählte Bundesvorstand der L.D.U.

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