„Der König von Laudenbach ist ein Eleker“

Eleks Bürgermeister Pluhár zum Froschkönig der Laudenbacher Kerwe ernannt

Einmal mehr feierten die örtlichen Vereine zusammen mit vielen befreundeten Organisationen am ersten Septemberwochenende im nordbadischen Laudenbach die so genannte Froschkerwe.

Das bunte Treiben begann am Rathaus traditionell mit dem Fangen des Frosches, der als Symbolfigur der Laudenbacher gilt und auf den Amphibienreichtum an der Bergstraße hinweist.

Auf dem Festplatz eröffneten anschließend Jörg Stiegler, Vorsitzender des lokalen Kerwevereins, zusammen mit seinem Kerwepfarrer und den „Kerweborscht“ die Laudenbacher Froschkerwe 2018. Nach den Grußworten des Bürgermeisters Hermann Lenz wurde der Bürgermeister der neuen Partnerstadt Elek, László Pluhár, zum diesjährigen Froschkönig gekürt, der dieses ehrenvolle Amt sehr gerne antrat.

In einem fast dreistündigen Festumzug schlängelten sich nach dem Startschuss nahezu 40 Kerwewagen und Fußgruppen bei herrlichem Spätsommerwetter durch die teilweise engen Gassen des historischen Laudenbacher Ortskerns.

Die Eleker Gruppe – unter anderem auch bekannt für ihre original Eleker Schnäpse – sorgten diesmal mit Fußgruppe und Wagen sowie einer vierköpfigen Tanzgruppe aus Elek für reichlich Furore. Die jungen Burschen konnten immer wieder durch ihre akrobatischen Tanzeinlagen des so genannten „Eleker Joc“ während des Umzuges die zahlreichen Zuschauer an den Straßen mitreißen und begeistern.

Nach dem Umzug fanden sich die Freunde, Mitglieder und Anhänger der Eleker Gemeinschaft einmal mehr bei den örtlichen Vereinen in der „Kerwe-Gass´“ ein und feierten dort bis spät in die Nacht.

Advertisements
Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

„Franciska Stein – ein Vorbild“

Verdienstmedaille „Für Elek“ geht an die gebürtige Elekerin aus Laudenbach

Obwohl Franciska Stein 1946 ihre ungarische Heimat im Alter von sieben Jahren verlassen musste, hat sie den Kontakt niemals abreißen lassen.

Die gebürtige Elekerin organisiert seit den 1990er Jahren die Ausfahrten zu den Weltfreundschaftstreffen der Eleker. Sie hat damit – so die Laudatio zu ihrer Auszeichnung – einen wesentlichen Beitrag zur Kontaktpflege zwischen Elek und Laudenbach geleistet.

Franciska Stein ist seit 20 Jahren Mitglied des Eleker Heimatkomitees und seit 2007 dessen Vorsitzende. Damit ist sie auch für die Eleker Patenstadt Leimen-St. Ilgen ein wichtiges Bindeglied.

Dem Kulturkreis Elek mit Sitz in Laudenbach gehört sie seit 2005 an. Auch hier ist sie aktives Vorstandsmitglied.

Die deutschen Eleker verbinden mit ihrem Namen ein hohes Maß an Einsatz zum Wohle der Völkerverständigung und der freundschaftlichen Kontakte zwischen den Menschen in Elek und Laudenbach. Deshalb ehrte László Pluhár, Bürgermeister der Stadt Elek, Franciska Stein mit der Verdienstmedaille „Für Elek“.

 

Peter Heid/Weinheimer Nachrichten

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

„Wichtiger Baustein für ein Europäisches Haus“

Partnerschaftsurkunde zwischen Laudenbach und Elek unterzeichnet – Bürgermeister Lenz und Bürgermeister Pluhár würdigen die langjährige Freundschaft

Es ist vollbracht! Was aus Anlass des Weltfreundschaftstreffens der Eleker vier Wochen zuvor in der kleinen ungarischen Stadt begann, haben die beiden seit mehr als 20 Jahren befreundeten Kommunen jetzt mit der endgültigen Unterzeichnung der Städtepartnerschaftsurkunde besiegelt.

Es war ein bewegender Moment, als Laudenbachs Bürgermeister Hermann Lenz und sein Eleker Amtskollege László Pluhár im vollbesetzten Festsaal der Sonnbergschule die feierliche Handlung vor großem Publikum vollzogen hat. Das waren neben den Delegierten aus Elek und Laudenbachs Partnergemeinde Ivry-La-Bataille in Frankreich, den Repräsentanten der Laudenbacher Vereine, den Gemeinderäten und Mitarbeitern der Verwaltung viele geladene Gäste.

„Ein lang ersehnter Wunsch ist in Erfüllung gegangen“, fasste Bürgermeister Lenz die jahrelangen Bemühungen zusammen und begrüßte die Gäste aus nah und fern. Laudenbach gelte als Zentrum des Kulturkreises Elek, der das Ziel anstrebe, auch die nachfolgenden Generationen in die bestehenden Kontakte zwischen Elek und Laudenbach einzubinden. Er dankte allen, die sich um die Pflege der freundschaftlichen Beziehungen zu Elek bemühen und zu deren Förderung beitragen. „Elek und Laudenbach sowie Ivry-La-Bataille sind ein kleiner, aber wichtiger Baustein im europäischen Haus der Nationen“, beschwor Lenz die seit Jahren in den drei Gemeinden gepflegte Völkerverständigung.

So hätten auch die Eleker und die Laudenbacher in vielen persönlichen Kontakten erfahren, „dass wir bei aller Verschiedenheit viele Werte teilen“. Enge freundschaftliche Beziehungen seien ein Garant dafür, dass der als hohes Gut seit mehr als 70 Jahren in Europa herrschende Frieden dauerhaft erhalten bleibe.

Für die Gemeinschaft der Eleker schilderte Joschi Ament, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn und Chef des Kulturkreises Elek das Erleben der rund 200 „Laudenbacher Eleker“, als sie nach der Vertreibung aus der ungarischen Heimat nach Laudenbach kamen. Er ließ die bewegende Zeitreise einer inzwischen verstorbenen ehemaligen Elekerin unkommentiert, ergänzte sie vielmehr durch Schilderung eigenen Erlebens.

Denn Joschi Ament gehört zu jener Nachfolgegeneration der Eleker, die auf dem Fundament der „Erlebnisgeneration“ neue Brücken bauen will, um „in Zukunft durch viele Begegnungen zwischen den Menschen unserer beiden Kommunen Anerkennung und Akzeptanz zu finden“. Er dankte beiden Kommunalparlamenten, dass diese dem Antrag des Kulturkreises Elek gefolgt waren und bereit seien, diese Partnerschaft einzugehen. Sein Wunsch: „Möge der Leitgedanke des Friedens und der Völkerverständigung über dieser Partnerschaft stehen, denn es liegt in unserer aller Interesse, unsere wertvolle Freundschaft in Frieden und Freiheit zu vertiefen“.

Auch László Pluhárs Blick ging zurück auf den langen Weg der Freundschaft zwischen den beiden Kommunen, an dessen Ziel nun der Meilenstein der Partnerschaft stehe. Der Eleker Bürgermeister erinnerte an die Siedler aus Unterfranken und Hohenlohe, die im 18. Jahrhundert das Gebiet um Elek kultiviert hatten und nach Ende des Zweiten Weltkrieges vertrieben wurden. Am Ende dieser traurigen Entwicklung stehe Laudenbach als eine Gemeinde, die „im Laufe der Jahrzehnte zu einer Erfolgsgeschichte des Zusammenlebens von alten und neuen Bürgern“ geworden sei.

Immer engere Kontakte seien gewachsen, seit Anfang der 1990er Jahre auf Initiative des 2017 verstorbenen Josef Post sogar mit offiziellem Charakter. Inzwischen seien einzelne Familien, Institutionen und die Ratsmitglieder der beiden Gemeinden Träger der freundschaftlichen Beziehungen. Pluhár dankte seinem „Kollegen und Freund“ Hermann Lenz sowie den Gemeinderäten für deren langjähriges Engagement. Er hob in diesem Zusammenhang die Rolle von Joschi Ament hervor, durch dessen Arbeit Laudenbach heute als Zentrum der Eleker in Deutschland gelte.

„Wir setzen hier und heute ein Zeichen für Europa“, schloss der Bürgermeister mit dem Wunsch, die gegenseitigen Kontakte besonders in den Bereichen Kultur, Sport, Bildung, Kirche und Familie zu pflegen.

Kulinarische Köstlichkeiten und harmonische Musikklänge rundeten den feierlichen Abend ab.

 

 

Peter Heid / Weinheimer Nachrichten

 

 

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

„Die Euphorie scheint grenzenlos“

Gelungenes Eleker Speckbraten in Laudenbach

Nach dem Motto „nach dem Fest ist vor dem Fest“ trafen sich die Freunde der Eleker Kultur bereits zwei Wochen nach der Rückkehr aus Ungarn zum nächsten Höhepunkt in Laudenbach.

„Die Elek-Euphorie scheint dabei grenzenlos zu sein“, so das Event-Team des Kulturkreises um die Vorstandsmitglieder Norbert Olah und Andrea Hack, die wieder dafür sorgten, dass das traditionelle Speckbraten in familiärer und harmonischer Atmosphäre ablief.

Emil Olah erinnerte sich zurück, dass dieses Speckbraten ursprünglich einmal als Helferfest gedacht war. Und seine Vorstandskollegin Susanne Mauriello ergänzte, dass ein solches Highlight für alle Freunde der Eleker Gemeinschaft in Laudenbach heute dem Grunde nach nicht mehr wegzudenken wäre.

„Heute kommen Jung und Alt zusammen. Es finden sich immer wieder Gesprächsthemen, die uns alle zu Elekern machen. Und das fasziniert mich selbst an dieser Eleker Gemeinschaft“, lässt Francesco Mauriello wissen.

Und so waren die Eröffnungsworte des Vorsitzenden Joschi Ament kurz und prägnant, sodass sich etwa 100 Vereinsmitglieder, Freunde und Gäste sehr schnell um die Feuerstelle setzen konnten, um den echten Eleker Speck zu braten und diesen anschließend mit frischem Paprika und leckeren Tomaten zu verzehren.

So amüsierte man sich bei herrlichen Spätsommerwetter bei vorzüglichem Essen und einem guten Tröpfchen Laudenbacher Wein bis in die frühen Abendstunden.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

„Ahnensitte, Vätererbe und ein Stück Heimat“

Minister Wolf zu Gast beim 150. Kirchweihfest in Sanktanna/Banat

Heimat- und Kulturtage gehören auch bei den Banater Schwaben aus Sanktanna zum festen Bestandteil der Traditions- und Brauchtumspflege der in Deutschland lebenden ehemaligen Sanktannaer.

Im Mittelpunkt einer einwöchigen Veranstaltungsreihe mit Wallfahrt nach Maria Radna, Vorträgen, Führungen und Gedenkfeiern stand das 150. Kirchweihfest der Mutter-Anna-Kirche. Bereits am Vortag wurde der Kirchweihbaum aufgestellt, die Mädchen richteten ihre Trachten und die Buben luden nach alter Ortstradition die Ortsbewohner zum Fest ein.

Hoher Besuch hatte sich zum Kirchweihfest aus Deutschland angemeldet. Guido Wolf, Minister der Justiz und für Europa führte eine Delegation aus dem baden-württembergischen Landtag nach Rumänien an.

Wie sein Ministerium bekannt gab, sei der Anstoß für eine solche Reise die ausgesprochene Einladung nach Sanktanna anlässlich der Heimattage der Banater Schwaben im Mai dieses Jahres in Ulm gewesen.

Noch am Vormittag fand ein offizieller Empfang im Rathaus von Sanktanna statt zu dem zahlreiche offizielle Vertreter und Repräsentanten, unter anderem auch der deutsche Botschafter aus Bukarest, Cord Meier-Klodt, Ministerialdirigent a.D. Herbert Hellstern aus dem baden-württembergischen Innenministerium, Peter-Dietmar Leber, Bundesvorsitzender der Banater Schwaben, sowie der Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Joschi Ament, anwesend waren.

Wahrlich zum Höhepunkt gestaltete sich der folgende Festgottesdienst in einer bis auf den letzten Platz gefüllten Mutter-Anna-Kirche. Mit einer beeindruckenden Anzahl an Kirchweihpaaren erinnerten sich dabei Jung und Alt an die Geschichte der Banater Schwaben in Rumänien im Allgemeinen und im Speziellen an die Geschichte der Sanktannaer. Claudius Höniges sprach den Kirchweihspruch der Sanktannaer Jugend mit den Worten: „Mag die Welt auch noch so sehr sich ändern, doch Glaube Vätersitte und Heimatliebe nie!“

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

„Es glich einen Staatsempfang“

Gruppe des Kulturkreises Elek zu Gast im Ungarischen Parlament

Der letzte Höhepunkt einer aufregenden Woche für den Kulturkreis Elek aus Laudenbach stellte die Besichtigung des Ungarischen Parlaments in Budapest dar.

Bereits im Vorfeld sprach Vorsitzender Joschi Ament von einem besonderen Empfang, hatte er sich doch mit seinem Freund, dem ungarischen Parlamentsabgeordneten Imre Ritter, für den Besuch eine ganz besondere Überraschung einfallen lassen.

Gleich nach der Ankunft in Budapest begrüßte Imre Ritter, Abgeordneter der Ungarndeutschen und Vorsitzender des Ausschusses der Nationalitäten Ungarns zusammen mit seinem Mitarbeiter Gregor Gallai die Gruppe des Kulturkreises. Es folgte eine eindrucksvolle Führung durch die Räumlichkeiten des 268 Meter langen, direkt am Donauufer gelegenen Wahrzeichens der Landeshauptstadt Budapest.

v.l.n.r.: Imre Ritter, István Jakab und Joschi Ament

Die Gruppe erfuhr dabei, dass das Innere des Gebäudes im historischen Klassizismus gehalten sei, was die außergewöhnlichen Fresken und Wandbilder, die die Geschichte Ungarns darstellen, unterstreichen. Mittig angeordnet ist dabei der beeindruckende Kuppelsaal, in dem die Stephanskrone mit den ungarischen Reichsinsignien aufbewahrt werden.

Während des Rundganges stieß Ungarns Parlaments-Vizepräsident István Jakab dazu, der eine einfache Führung einer deutschen Touristengruppe gewissermaßen in einen Staatsempfang umwidmete. Vizepräsident Jakab ließ für die Kulturkreis-Gruppe Türen und Tore öffnen, die ansonsten internationalen Staatsoberhäuptern vorbehalten bleiben.

Highlights waren dabei die Besichtigung des Gobelinzimmers, des Jagdzimmers sowie der unvergleichliche Blick von Balkon des Parlamentsgebäudes auf die Donau und die Budapester Burg.

Krönender Abschluss stellte das gemeinsame Gruppenfoto mit den hochrangigen Abgeordneten des Parlaments auf dem roten Teppich zum Kuppelsaal dar.

Tief beeindruckt sangen zum Abschluss dieser außerordentlichen Führung einige Kulturkreis-Mitglieder Imre Ritter ein Ständchen anlässlich seines Geburtstages am Vortag und dankten dem Organisator damit für diese Führung mit einem Bild der Eleker Kirche.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

„Es lässt mein Herz höher schlagen“

Baden-Württembergs Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf zu Gast in Elek

Mit dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Elek durch Guido Wolf, Baden-Württembergischer Minister der Justiz und für Europa, endete ein besonderer Nachmittag, der ganz bestimmt in die Eleker Ortsmonografie eingehen wird.

Dem vorausgegangen war die feierliche Unterzeichnung der Urkunde und des Vertrages der beiden Bürgermeister – László Pluhár für Elek und Hermann Lenz für Laudenbach – zur Begründung einer offiziellen Partnerschaft zwischen Elek und Laudenbach. Damit beurkundeten die beiden Bürgermeister mit ihren Unterschriften die seit vielen Jahren gewachsenen freundschaftlichen Beziehungen der beiden Kommunen.

v.l.n.r.: Thorsten Wozniak (Bürgermeister von Gerolzhofen), László Pluhár (Bürgermeister von Elek) und Hermann Lenz (Bürgermeister von Laudenbach)

 

Minister Wolf führte in seinem Grußwort aus, dass der heutige Tag nicht passender hätte sein können. Beim 14. Weltfreundschaftstreffen der Eleker empfange die Stadt Elek europäische Gäste aus den unterschiedlichsten europäischen Kommunen und Regionen und begründe zugleich eine neue Partnerschaft mit der baden-württembergischen Gemeinde Laudenbach.

Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zusammen mit Minister Guido Wolf

Damit setze Elek nicht nur ein Zeichen für sich als Stadt, sondern auch ein Zeichen des Miteinanders der Menschen in Europa, so der Minister.

Joschi Ament und Dr. Hajnalka Gutai (LdU Ungarn) zusammen mit Minister Guido Wolf

Er freue sich außerordentlich, als Europaminister des Landes Baden-Württemberg gerade zu einem solchen festlichen Akt in Elek sein zu können und sprach den Bürgern von Elek und Laudenbach für dieses wunderbare europäische Projekt seinen persönlichen Dank aus. „Es lässt mein Herz höherschlagen“, so Minister Wolf.

Minister Wolf legte im Nachgang zusammen mit den Bürgermeistern Pluhár und Lenz sowie dem Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Joschi Ament, an der Landesgedenkstätte zur Erinnerung der Vertreibung der Deutschen aus Ungarn einen Kranz nieder.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen